Am 10. August 1948 eröffnet der Findorffmarkt zum ersten mal seine Marktstände. Doch die Geschichte von Findorff reicht viel weiter in die Vergangenheit. Das Gebiet des heutigen Findorff wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts fast ausschliesslich landwirtschaftlich genutzt. Auf alten Karten sind nur zwei Verkehrswege zu erkennen: Die "Hempstaße" (Hemmstraße), deren Entstehung in das Mittelalter zurückgeht, sowie der Torfkanal, der von Weidedamm und Rosendamm begleitet wurde. Diese Wege stellten aber eine wichtige Verbindung in die Moorgebiete bei Osterholz, Lilienthal und Bremervörde dar. Aus diesen Gebieten bezogen die Bremer nämlich Jahrhunderte lang ihren wichtigsten Brennstoff: Torf.

Der Torfkanal wurde somit zur wichtigsten Energieversorgungsader der Stadt Brennend gleichzeitig wurde der Hafen am Ende des Torfkanals zu einem Zentrum des Handels. Dort wurde Brennstoff (Torf) in andere, für Torfbauern wichtige Waren getauscht. Ausserdem brachten die Torfbauern eigen erzeugte Lebensmittel mit. Die Torfschifffahrt gab insofern die ersten Impulse zur Entstehung des Stadtteils, der erst viele Jahre später nach dem Moorkommissar "Findorff" benannt wurde.

Die planmässige Besiedlung des Gebietes um den Torfhafen erfolge erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Eisenbahnstrecken nach Hamburg und Hannover und der Errichtung der zugehörigen Bahnhöfe. Der Bau der Bahnstrecke 1847 sorgte für einen regelrechten Boom des Eisenbahnwesens in dieser Region und es entwickelte sich ein neuer Arbeitsmarkt. Dieser zog zwangsläufig einen ebenso zunehmenden Wohnungsbedarf für die bei der Eisenbahn Beschäftigten nach sich. Es entwickelten Gaststätten und viele weitere Unternehmen an diesem Standort. Mit der Einrichtung des zentralen Schlachthofs 1879 mit öffentlichen Verkaufsständen der Freien Schlachter inkl. eines Viehmarktes und der Eröffnung des städtischen Elektrizitätswerkes 1893 entstand ein Ort mit zentralem städtischem Charakter. 

Die Versorgung Bremens mit Torf durch die Torfschiffer war mühselig und kostspielig. So entstand um 1894 der Plan eine Eisenbahnstrecke zwischen den Moorgebieten und Findorff zu schaffen. Der erste Spatenstich erfolgte am 29. September 1898 durch den Initiator Johann Reiners (Präsident der Landwirtschaftlichen Vereinigung aus Lilienthal). Jetzt konnten auch mehr landwirtschaftliche Produkte aus dieser Region kostengünstig in die Stadt transportiert werden. Diese sich schnell entwickelnde "Nördliche Vorstadt" wurde zur Lebensader Bremens.

Der erste Weltkrieg und die dadurch beklemmende Ernährungslage zwang viele Familien ihre Versorgung in die eigenen Hände zu nehmen. Die Stadt stellte deshalb ausgedehnte Flächen für für Kleingärten bereit. Bis 1918 entstanden mehr als 200 Parzellen (Kleingärten) aus denen sich in die heutige Zeit hinein große Gärtnereien und Gemüseanbaubetriebe entwickelten. 

Historische Aufnahme Wochenmarkt Findorff Buntes Markttreiben

Das Bild zeigt eine schöne Aufnahme aus den 60er Jahren

Weser Report 16 09 1998 Findorffmarkt 16.09.1998

(Weser Report) Zeitungsartikel - 50 Jahre Findorffer Wochenmarkt

Bremer Anzeiger 24 09 1998 Findorffmarkt 24.09.1998

(Bremer Anzeiger) Zeitungsartikel - 50 Jahre Wochenmarkt

Weser Report 17 05 2000 Findorffmarkt 17.05.2000

(Weser Report) Zeitungsartikel - Anlegestelle für Torfkähne

Kurier am Sonntag 28 04 2002 27.04.2002

(Kurier am Sonntag) Zeitungsartikel - Vieles ist aus dem Garten

Findorffer Wochenmarkt 1948 Historisches

Ein Bild aus den ersten Markttagen 1948

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